Wachsende Erinnerung – der Irma-West-Hain wächst

Infotafel eingeweiht / 4 neue Winterlinden gepflanzt

“Wachsende Erinnerung” – mit diesem Motto ist die neue Informationstafel zum Irma-West-Hain am Martinsberg überschrieben. Am Freitag wurde sie im Rahmen der Baumpflanzung im Irma-West-Hain eingeweiht. Das alljährliche fröhliche Spektakel mit den stets motivierten und gut gelaunten Werkrealschülern, die pflanzen und werkeln und mit einer roten

Wurst belohnt werden, musste dieses Jahr coronabedingt einem kleinen Pressetermin weichen. Versammelt hatten sich Bürgermeister Philipp Hahn, Ursula Schön, die Schulleiterin der Hechinger Werkrealschule, Franz Ermantraut, Vorsitzender der Irma-West-Gemeinschaft sowie deren Ehrenmitglied und Bürgermeister a.D. Jürgen Weber. Ebenfalls zu Gast war Hans-Konrad Selbmann, Ehemann der verstorbenen Karin Selbmann, die als Lehrerin an der Werkrealschule 1999 die Pflanz-Aktion ins Leben gerufen hatte und eine Förderklasse für das Thema Wald und Umwelt so sehr begeistern konnte, dass diese als kleine Bäume die Aktion beim Kinderfestumzug visualisierten. Mittlerweile ist der Irma-West-Hain ein Selbstläufer, es können gar nicht soviel Bäumchen gepflanzt werden, als Interessenten für Baumspenden vorhanden sind.

“Der Irma-West-Hain ist ein großartiges Symbol für die Verbundenheit der Hechinger mit ihrem Kinderfest”, betonte Bürgermeister Philipp Hahn bei der Begrüßung. “Und dieses erinnert auch an eine schwierige Zeit, als Hechinger aus wirtschaftlichen Gründen auswandern mussten.” Zudem, so Hahn, seien die Baumpflanzung und die neue, von der Irma-West-Gemeinschaft plazierte und vom städtischen Sachgebiet Tourismus und Kultur entwickelte Infotafel zum Irma-West-Hain, die einzigen sichtbaren Zeichen für das Irma-West-Kinderfest in diesem Jahr, das der Corona-Pandemie zum Opfer fiel. Hahn dankte persönlich und seitens des Gemeinderats allen Projektbeteiligten, nicht zuletzt den Mitarbeitern des städtischen Forstbetriebs, die die Pflanzung – dieses Jahr eben ohne Schüler – vorgenommen hatten.

Und natürlich galt der Dank den diesjährigen Baumspendern. Zwei der drei waren vor Ort, und zwar jeweils in doppelter Funktion: Iris-Merkel-Beck, stellvertretende Vorsitzende der Irma-West-Gemeinschaft, die zusammen mit Ehemann Werner der Tochter Silvie mit einem Bäumchen zum Geburtstag gratulierten, und Förster Rainer Wiesenberger, der für die Pflanzungen seit Beginn des Hains verantwortlich zeichnete und zwei Bäumchen für seine Enkelinnen Emilia und Blanda spendierte. Ursula Schön erklärte, sie freue sich, dass der Termin zustande gekommen sei, wenn auch ohne Schüler. Die wären bereits vorbereitet gewesen und hätten – wie alle Jahre – die Gäste mit gelungenen Vorträgen zum Thema Wald, Bäume und Natur erfreut. Die Vorträge hätten an der Schule stattgefunden, betonte Ursula Schön, bei der schon wieder etliche Anfragen für Baumspenden vorliegen.

Der Irma-West-Hain liegt am Verbindungssträßchen zwischen Eisweiher und Lindich. Jetzt, wo pandemiebedingt Draußen besser ist als Drinnen, empfiehlt sich die Anlage als Ziel eines Spazierganges. Alle Bäume sind mit Täfelchen versehen, die über den Spender und den Spendenzweck informieren. Ein Who is who der Kinderfestfreunde!

 

Baumspenderin: Iris Merkel-Beck, gleichzeitig 2. Vorsitzende der Irma-West-Gemeinschaft e.V.; Baumspender: Rainer Wiesenberger, gleichzeitig Leiter des städtischen Sachgebiets Forst und Natur; Bürgermeister Philipp Hahn; Ursula Schön, Schulleiterin der Hechinger Werkrealschule

 

Ursula Schön, Schulleiterin der Hechinger Werkrealschule; Bürgermeister Philipp Hahn; Jürgen Weber, Bürgermeister a.D. und Ehrenmitglied der Irma-West-Gemeinschaft e.V.; Franz Ermantraut, Vorsitzender der Irma-West-Gemeinschaft e.V.; Hans-Konrad Selbmann, Höfendorf, Mann der verstorbenen Initiatorin des Irma-West-Hains, Karin Selbmann

 

Aufsteller: Irma-West-Gemeinschaft e.V.; Planung und Organisation: Sachgebiet Tourismus und Kultur der Stadt Hechingen