Der Irma-West-Hain wächst weiter

Drei Winterlinden, darunter ein Taufbaum – Der Irma-West-Hain wächst

Die jährliche Baumpflanzung im Irma-West-Hain am Freitag vor den Herbstferien ist stets ein Zeichen der Verbundenheit der Hechinger mit dem Kinderfest und ihrer Stadt. Aber mehr noch: Sie ist ein konsequenter, lehrreicher und fröhlicher Beitrag zur Umwelterziehung.

Bürgermeister Philipp Hahn begrüßte nach einer musikalischen Einleitung der 5. Klasse bei schönstem Herbstwetter die Schülerinnen und Schüler der Werkrealschule und ihre Lehrer und Lehrerinnen, die Vertreter der Irma-West-Gemeinschaft e.V., das Team des städtischen Sachgebiets Forst und Natur und die Baumspender und –spenderinnen und freute sich mit allen Anwesenden über die traditionelle Veranstaltung. Schulleiterin Ursula Schön hatte eine erstaunlich lange Liste parat, was den Menschen durch Bäume alles geliefert wird, von der Wärme bis hin: ja, bis hin zu Pommes Frites. Denn hätte es kein Holz für Schiffe gegeben, so wäre die Kartoffel auch nicht nach Europa importiert worden.

Keine Pommes aber Ketchup zu den Würstchen, die im Anschluss gegrillt wurden, versprach Michael Löffler von der Irma-West-Gemeinschaft e.V. Senf scheint bei der Jugend weniger beliebt. Dafür aber gab es noch Schokolade, von deren Erlös ein Teil in Baumpflanzungen investiert wird.

Die Schüler der 6a hatten wiederum ihre Hausaufgaben gemacht: um die Erwachsenen zu testen, mussten diese Fragen beantworten, indem sie sich entlang einer imaginären Messskala platzierten. Der höchste Baum Deutschlands? Eine rund 67 Meter hohe Douglasie im Freiburger Stadtwald. Wieviel Bäume gibt es in Deutschland? Rund 90 Milliarden. Und die letzte und erschreckende Zahl: in jeder Minute wird weltweit Wald in der Größe von 35 Fußballfeldern zerstört.

Dann wurde in die Hände gespuckt, die Schüler pflanzten unter Mithilfe der Forstwirte drei Winterlinden. Gespendet haben diese die Familien Kuster und Pflumm und die Katholische Kirche. Deren Baum soll als Taufbaum dienen, an dem sich die im Verlauf eines Jahres Getauften versammeln und an der nahegelegenen Grillstelle ein Beisammensein veranstalten.

Zur Grillstelle zog es nach getaner Arbeit auch die Schüler, die zwar allesamt taunasse Schuhen und Hosen hatten, aber den Ausflug auf den Martinsberg sichtlich genossen. Mit dabei: die zwei Schulhunde der Werkrealschule, die allen viel Freude bereiten.

 

 

Die Klasse 5 hatte nach sieben Wochen Schule ihren ersten Auftritt und umrahmte musikalisch

Entlang einer imaginären Messskala mussten sich die Erwachsenen platzieren, wenn es darum ging, Wissenswertes über den Wald zu erfahren

Gepflanzt wurde freilich auch: drei Winterlinden